Die Pipeline liess GPT Artikel umschreiben und legte sie direkt als geplanten WordPress-Beitrag an - ohne dass ein Mensch sie gesehen hat. Der KI-Hinweis auf dem Blog sagt aber redaktionelle Pruefung zu, und genau daran haengt die Ausnahme in Art. 50 Abs. 4 KI-VO. Neuer Status `pending_review` zwischen Rewrite und Publish: Die Pipeline endet beim Rewrite, ohne WordPress-Beitrag und ohne Publish-Slot. Erst die Freigabe im Portal stempelt Pruefer und Systemzeit, reserviert den Slot und legt den Beitrag an. - Migration: editorial_review_at/_by/_note, Status-CHECK erweitert - Spalten-Migration laeuft nach den Tabellen-Neubauten erneut, sonst verwirft der aeltere no_image-Rebuild die frisch angelegten Spalten - Jeder Weg nach `approved` stempelt (Button, Statuswechsel, API) - Jeder maschinelle Rewrite loescht einen alten Stempel - Telegram: Info mit Portal-Link statt Draft-Meldung, kein Freigabe-Button - Altbestand bleibt unberuehrt und veroeffentlicht weiter - EDITORIAL_REVIEW_REQUIRED=false stellt den alten Ablauf wieder her - 14 neue Tests, docs/KI-VO.md Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
5.5 KiB
KI-Verordnung: redaktionelle Freigabe vor der Veröffentlichung
Stand: 24.08.2026. Keine Rechtsberatung — die Umsetzung folgt der Auslegung, die unten begründet ist. Bei wirtschaftlich kritischen Fällen juristisch prüfen.
Warum das Gate existiert
Die Pipeline lässt ein Sprachmodell (OpenAI) Nachrichtentexte neu schreiben,
verschlagwortet sie und bewertet ihre Relevanz. Das Ergebnis wird als Beitrag auf
vanityontour.de veröffentlicht — also ein KI-erzeugter Text, der die
Öffentlichkeit informiert.
Art. 50 Abs. 4 UAbs. 2 KI-VO (Verordnung (EU) 2024/1689, Transparenzpflichten anwendbar seit dem 02.08.2026) verlangt für solche Texte die Offenlegung, dass sie künstlich erzeugt oder manipuliert wurden. Ausgenommen sind Inhalte, die
- einer menschlichen Überprüfung bzw. redaktionellen Kontrolle unterzogen wurden und
- für die eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung trägt.
Der KI-Transparenzhinweis auf dem Blog (Plugin vot-ki-hinweis) sagt genau das
zu: „Jeder Text wird von mir redaktionell geprüft, auf Fakten kontrolliert und
inhaltlich verantwortet." Bis zum 24.08.2026 lief die News-Pipeline jedoch
vollautomatisch: Rewrite, WordPress-Beitrag und geplante Veröffentlichung ohne
menschlichen Zwischenschritt. Die zugesagte Kontrolle fand faktisch nicht statt.
Das Freigabe-Gate schließt diese Lücke: Es macht die Aussage wahr und dokumentiert sie nachprüfbar.
Der Ablauf
N8N (2× täglich) → POST /api/n8n/pipeline
├── RSS-Ingestion
├── Relevanz-Score (GPT)
│ ├── < 60 → abgelehnt
│ ├── 60–79 → Telegram-Warnung, Übernahme per Button möglich
│ └── ≥ 80 → Rewrite + Tags (GPT)
│
└── Status: pending_review ──► KEIN WordPress-Beitrag, KEIN Slot
Telegram: Info + Link ins Portal
│
Mensch öffnet den Artikel im Portal, liest ihn
│
┌─────────────────────────┼──────────────────────────┐
▼ ▼ ▼
„Redaktionell geprüft „Rewrite ausführen" „Verwerfen"
& freigeben" (neu schreiben) (Status close)
│
▼
Stempel: editorial_review_at / _by / _note (Systemzeit, nicht editierbar)
Status: approved → Publish-Slot reservieren → WordPress-Beitrag (future)
→ WordPress veröffentlicht zum Slot
Wichtig an der Reihenfolge:
- Kein WordPress-Beitrag vor der Freigabe. Sonst läge dort ein
future-Beitrag, der sich selbst veröffentlicht, bevor jemand hingesehen hat. - Kein Slot vor der Freigabe. Es gibt vier feste Slots pro Tag; ein Artikel, der stundenlang auf die Prüfung wartet, darf keinen davon blockieren. Der Slot wird im Moment der Freigabe reserviert, der Scheduler füllt Lücken auf.
Wo der Nachweis liegt
| Ort | Inhalt |
|---|---|
articles.editorial_review_at |
Zeitpunkt der Freigabe (UTC, ISO 8601), vom System gesetzt |
articles.editorial_review_by |
angemeldeter Benutzer, der freigegeben hat |
articles.editorial_review_note |
optionale Notiz zur Prüfung |
meta_json.review_events[] |
Ereignis editorial_review im Audit-Trail, zusätzlich der Statuswechsel |
Der Zeitstempel ist nie ein Eingabefeld. Er entsteht ausschließlich beim
Klick auf „Redaktionell geprüft & freigeben" (bzw. beim manuellen Statuswechsel
nach publish) und kann in der Oberfläche nicht nachträglich gesetzt werden.
Kein Schlupfloch nach publish
Jeder Weg in den Status approved stempelt die Freigabe:
POST /admin/articles/{id}/approve— der reguläre ButtonPOST /admin/articles/{id}/transitionmit Zielpublish— leitet auf denselben Weg um, wenn noch kein Stempel vorliegtPOST /api/articles/{id}/transitionmit Zielpublish— stempelt ebenfalls
Die Pipeline selbst erreicht approved nicht mehr, solange
EDITORIAL_REVIEW_REQUIRED=true gesetzt ist.
Altbestand
Artikel, die vor dem 24.08.2026 freigegeben oder veröffentlicht wurden, haben keinen Stempel und brauchen keinen: Sie durchlaufen die neue Pipeline nicht erneut, und der Publisher blockiert sie nicht. Das Gate greift ausschließlich für Artikel, die ab sofort neu verarbeitet werden.
Konfiguration
| Variable | Default | Wirkung |
|---|---|---|
EDITORIAL_REVIEW_REQUIRED |
true |
Gate aktiv; false stellt den alten vollautomatischen Ablauf wieder her |
PORTAL_BASE_URL |
https://news.vanityontour.de |
Basis für die Deep-Links in Telegram |
Wird das Gate abgeschaltet, ist der KI-Hinweistext auf dem Blog anzupassen — die Zusage der redaktionellen Prüfung träfe dann nicht mehr zu.
Was bewusst nicht umgesetzt ist
- Maschinenlesbare Markierung der KI-Ausgabe (Art. 50 Abs. 2) ist eine Pflicht des Anbieters des KI-Systems, nicht des Betreibers. Sie liegt bei OpenAI.
- Ein zweiter, abweichender Hinweistext für vollautomatische Beiträge wird nicht gebraucht, solange das Gate aktiv ist: Es gibt dann keine vollautomatischen Beiträge mehr.
Referenzen
- Verordnung (EU) 2024/1689 (KI-VO), Art. 50: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=OJ:L_202401689
- Plugin
vot-ki-hinweis(Hinweistext auf dem Blog): eigenes RepositoryVoT-KI-Hinweis